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Vergütung der Einspeisung - KWK-Anlagen

Grundlage für die Vergütung ist die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültige Fassung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG).

Die Vergütung kann die folgenden Komponenten beinhalten:

  • üblicher Preis für Baseload-Strom an der Strombörse EEX
  • KWK-Zuschlag
  • vermiedenes Netznutzungsentgelt
Normierungsfaktoren n1 und n2 2019
Jahr Spannungsebene

Netzhöchstlast
(Datum und Zeit)

n1 n2
2019 HS/MS 23.01.2019 18:15 16,14 % 0,00 %
2019 MS 23.01.2019 18:00 100,00 % 144,90 %
2019 NS 23.01.2019 18:15 100,00 % 117,94 %

Normierungsfaktoren n1 und n2 2019 als Download

Vergütung des eingespeisten Stroms

Für Anlagen bis 100 Kilowatt vergütet die Netzgesellschaft Halle den Einspeisenden für den gesamten aus der KWK-Anlage an der Übergabestelle eingespeisten Strom den durchschnittlichen Preis für Grundlaststrom an der Strombörse EEX in Leipzig.

Betreibende von KWK-Anlagen mit einer elektrischen KWK-Leistung von mehr als 100 Kilowatt müssen den erzeugten KWK-Strom direkt vermarkten oder selbst verbrauchen.

KWK-Zuschlag

Der Netzbetreiber zahlt den KWK-Zuschlag gemäß der Regelungen des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG). Es erfolgt eine Differenzierung der in das Netz des Netzbetreibers eingespeisten und nicht eingespeisten, eigenverbrauchten KWK-Strommengen. Die Höhe des Zuschlags richtet sich nach der Kategorie der zuschlagsberechtigten KWK-Anlage (siehe § 7 KWKG). Soweit für eine Anlagenkategorie verschiedene Zuschlagshöhen angegeben sind, ist der KWK-Zuschlag jeweils in der angegebenen Höhe für die entsprechenden Leistungsanteile der Anlage zu entrichten. Die Zuordnung der Leistungsanteile richtet sich nach der installierten, nicht nach der im Jahresschnitt tatsächlich erreichten elektrischen Leistung.

Voraussetzung für den Anspruch auf Zahlung des KWK-Zuschlages ist die Zulassung als KWK-Anlage („BAFA-Zulassung“) gemäß der §§ 10 und 11 KWKG bzw. die Zulassung für kleine KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 50 kW per Allgemeinverfügung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Aus dieser Zulassung bzw. Bescheinigung ergibt sich auch die Höhe und Dauer des Zuschlags.

Weitere Informationen hierzu, Antragsformulare zur Zulassung und die Möglichkeit der elektronischen Anzeige finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Ausfuhr und Wirtschaftskontrolle.

Entgelt für dezentrale Einspeisung (Vergütung der vermiedenen Netzentgelte)

Neben der Vergütung des eingespeisten Stroms und der Errichtung des KWK-Zuschlags leistet die Netzgesellschaft Halle an der einspeisenden Person das Entgelt für dezentrale Einspeisung gemäß § 18 StromNEV (Vergütung der vermiedenen Netzentgelte).

Die Berechnung des Entgelts für dezentrale Einspeisung erfolgt auf Basis des VDN/BDEW Kalkulationsleitfaden § 18 Strom NEV. Gemäß § 18 Absatz 3 Satz 2 StromNEV können Anlagenbetreibende, die aus dezentralen Erzeugungsanlagen einspeisen, die keinen überwiegenden Anteil an der Vermeidungsleistung haben, zwischen der Berechnung auf der Basis ihrer tatsächlichen Vermeidungsleistung und einem alternativen Verfahren wählen, welches ihre Vermeidungsleistung verstetigt. Die Anlagenbetreibenden Person die ein Wahlrecht gemäß § 18 Absatz 3 Satz 2 StromNEV zusteht, teilt der Netzgesellschaft Halle auf Verlangen innerhalb einer von der Netzgesellschaft Halle gesetzten Frist schriftlich mit, ob sie eine verstetigte Bewertung wünscht. Gemäß § 18 Absatz 3 Satz 3 StromNEV erhalten Anlagen ohne Lastgangmessung kein Entgelt für dezentrale Einspeisung bezogen auf die Vermeidungsleistung.

Entgelte: Die Vergütung der Vermeidungsarbeit/-leistung errechnet sich nach dem veröffentlichten Preis im Preisblatt 1 für die jeweils vorgelagerte Netz-/Umspannebene für Benutzungsstunden >= 2.500 h und der eingespeisten Arbeit im Abrechnungsjahr.

Zur Berechnung der Leistungsvergütung werden die Normierungsfaktoren n1 (n1 für Spitzenlastanteilsverfahren) und n2 (n1 und n2 für verstetigtes Verfahren) sowie der Zeitpunkt der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen der Netzebene berücksichtigt.

Registrierung im Marktstammdatenregister

Die betreibende Person einer Erzeugungsanlage ist verpflichtet, diese im Marktstammdatenregister nach Maßgabe der Marktstammdatenregisterverordnung zu registrieren. Die Frist für die Übermittlung der Angaben beträgt einen Monat ab Inbetriebnahme bzw. Änderung der Anlage. Der anschlussverpflichtete Netzbetreiber ist im Falle einer verspäteten Meldung durch den Anlagenbetreibende berechtigt, für den Zeitraum der Meldeversäumnis für den eingespeisten Strom eine reduzierte Vergütung zu entrichten.

www.bundesnetzagentur.de  
Zu finden unter dem Themenpunkt: Elektrizität und Gas -> Datenaustausch und Monitoring -> Marktstammdatenregister

Weitere Hinweise auch unter dem Themenpunkt Markstammdatenregister